100. Lechgau-Trachtenfest in Hohenfurch

Das 100. Lechgau-Trachtenfest fand vom 8. bis 12. Juli 2026 in Hohenfurch statt und wurde vom Trachtenverein D’Schwalbenstoaner Hohenfurch ausgerichtet.
In Sichtweite unserer Schule stand das Festzelt und viele unserer Kinder sind aktiv im Trachtenverein dabei.

 

Bericht aus dem Münchner Merkur “Schongauer Nachrichten” von Christine Wölfle

Das 100. Lechgau-Trachtenfest ist in Hohenfurch mit einem großen Festzug gefeiert worden. Rund 900 Kinder und Jugendliche nahmen teil.

Hohenfurch – Fünf Tage lang ist in der kleinen Schönach-Gemeinde die bayerische Tradition gefeiert worden. Den Höhepunkt markierte dabei der Festsonntag, der mit einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Johannes Huber, und musikalisch umrahmt vom „Schönach Dreigsang“, der Blaskapelle Hohenfurch und den Turmbläsern, im Talhof begann. Mit dem kirchlichen und persönlichen Segen des Pfarrers sowie einem wohlgesonnenen Petrus konnte beim großen Festzug durch den Ort ja nichts mehr schiefgehen. Tat es auch nicht. Im Gegenteil.

Auf der zweieinhalb Kilometer langen Strecke reihten sich tausende begeisterte Zuschauer aneinander – „bewaffnet“ waren sie mit Klappstühlen, Sonnenschirmen und kühlen Getränken. Sie saßen und standen in den Einfahrten, entlang der Schönach, auf Balkonen und direkt an der Straße, um den rund 3500 Teilnehmern des Festzugs zuzujubeln.

Darunter waren alle Trachtenvereine des Lechgaus, 17 aus dem Oberen Lechgau, sechs Hohenfurcher Ortsvereine sowie zwei aus benachbarten Gauverbänden. Und sogar eine Trachtengruppe aus dem schweizerischen Luthern und der Schuhplattlerverein Vill-Igls aus Innsbruck waren mir dabei.

Acht Trommlerzüge und 22 Musikkapellen

Ein wunderschönes und buntes Bild aus allem, was Tradition zu bieten hat. Dieses wurde noch ergänzt durch die schneidig aufspielenden acht Trommlerzüge und 22 Musikkapellen. Und nicht zuletzt durch die sage und schreibe 17 Festwagen, die kunstvoll hergerichtet und liebevoll dekoriert von Pferdegespannen durch die Straßen gezogen wurden.


„Das ist ein Bild für Götter“, zeigte sich eine Festzugbesucherin begeistert. „Vor allem auch, weil so viele Kinder und Jugendliche dabei sind. Da geht einem das Herz auf.“ Rund 900 waren es. Und auch sie genossen die große Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wurde. Das Gaufest ist einfach der Höhepunkt im Vereinsjahr eines jeden Trachtlers. Egal ob jung oder im etwas fortgeschrittenen Alter.

„Ich bekomme das Lächeln gar nicht mehr aus meinem Gesicht heraus“, bilanzierte der „Schwalbenstoaner“-Vorstand Jürgen Gistl überglücklich. „Besser hätte das alles nicht laufen können. Ich bin so froh und dankbar, dass der Verein und eigentlich das ganze Dorf so mitgezogen haben, weil einer alleine kann das nicht auf die Beine stellen.“

Gistl und seine fleißigen Mitstreiter hatten sich die kühle Mass Bier nach den Ehrentänzen beim Festausklang mehr als verdient. Und ab heute wird niemand mehr über das ausgefallene Gaufest des Jahres 2020 reden, sondern über das grandiose 100. Lechgau-Trachtenfest bei den „Schwalbenstoanern“ Hohenfurch. Oder, wie Pfarrer Johannes Huber nach der Kommunion sagte: „Verbeugung. Danke. Fertig.“