Kind & Gesundheit

Was tun, wenn das Kind krank wird?

Liebe Eltern,
was tun, wenn das Kind krank wird?

Eine genaue Entschuldigungs- und Beurlaubungspraxis hilft Ihnen und uns alle Kinder zu schützen!
Bitte entschuldigen Sie ihr Kind im Krankheitsfall telefonisch bis 8.00 Uhr in der Schule oder je nach Vereinbarung bei der Klassenlehrerin.
Ab Tag drei der Erkrankung bitten wir um die Vorlage eines ärztlichen Attestes.
Bei der Notwendigkeit einer Beurlaubung vom Unterricht wenden Sie sich bitte an die Klassenlehrerin.  Sollten Sie eine längere Beurlaubung als drei Tage benötigen, wenden Sie sich bitte in schriftlicher Form an die Schulleitung.
Melden Sie uns bitte sofort das Auftreten von meldungspflichtigen Kinderkrankheiten oder Läusen!
Sie helfen uns sehr, die Sicherheit und Gesundheit ihres Kindes zu gewährleisten,wenn wir hier „an einem Strang“ ziehen!

Vielen Dank für ihr Verständnis!

Vor Infektionen schützen !!!

GEMEINSAM VOR INFEKTIONEN SCHÜTZEN 

Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte

durch Gemeinschaftseinrichtungen gemäß § 34 Abs. 5 Satz 2 Infektionsschutzgesetz

 

 

In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Ferienlagern befinden sich viele

Menschen auf engem Raum. Daher können sich hier Infektionskrankheiten besonders leicht

ausbreiten.

Aus diesem Grund enthält das Infektionsschutzgesetz eine Reihe von Regelungen, die dem Schutz

aller Kinder und auch des Personals in Gemeinschaftseinrichtungen vor ansteckenden Krankheiten

dienen. Über diese wollen wir Sie mit diesem Merkblatt informieren.

 

1. Gesetzliche Besuchsverbote

Das Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass ein Kind nicht in den Kindergarten, die Schule

oder eine andere Gemeinschaftseinrichtung gehen darf, wenn es an bestimmten Infektionskrankheiten erkrankt ist oder ein entsprechender Krankheitsverdacht besteht. Diese

Krankheiten sind in der Tabelle 1 auf der folgenden Seite aufgeführt.

Bei einigen Infektionen ist es möglich, dass Ihr Kind die Krankheitserreger nach durch-gemachter

Erkrankung (oder seltener: ohne krank gewesen zu sein) ausscheidet. Auch in diesem Fall können

sich Spielkameraden, Mitschüler/-innen oder das Personal anstecken. Nach dem Infektionsschutzgesetz ist deshalb vorgesehen, dass die „Ausscheider“ bestimmter Bakterien nur

mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und unter Beachtung der festgelegten Schutzmaßnahmen wieder in eine Gemeinschaftseinrichtung gehen dürfen (Tabelle 2 auf der

folgenden Seite).

 

Bei manchen besonders schwerwiegenden Infektionskrankheiten muss Ihr Kind bereits dann zu Hause bleiben, wenn eine andere Person bei Ihnen im Haushalt erkrankt ist oder der Verdacht

auf eine dieser Infektionskrankheiten besteht (Tabelle 3 auf der folgenden Seite).

Natürlich müssen Sie die genannten Erkrankungen nicht selbst erkennen können. Aber Sie sollten

bei einer ernsthaften Erkrankung Ihres Kindes ärztlichen Rat in Anspruch nehmen (z.B. bei hohem

Fieber, auffallender Müdigkeit, wiederholtem Erbrechen, Durchfällen und anderen ungewöhnlichen

oder besorgniserregenden Symptomen). Ihr/-e Kinderarzt/-ärztin wird Ihnen darüber Auskunft geben, ob Ihr Kind eine Erkrankung hat, die einen Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung nach

dem Infektionsschutzgesetz verbietet.

Gegen einige der Krankheiten stehen Schutzimpfungen zur Verfügung. Ist Ihr Kind ausreichend

geimpft, kann das Gesundheitsamt darauf verzichten, ein Besuchsverbot auszusprechen.

 

2. Mitteilungspflicht

Falls bei Ihrem Kind aus den zuvor genannten Gründen ein Besuchsverbot besteht, informieren

Sie uns bitte unverzüglich darüber und über die vorliegende Krankheit. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet und tragen dazu bei, dass wir zusammen mit dem Gesundheitsamt die

notwendigen Maßnahmen gegen eine Weiterverbreitung ergreifen können.

 

 

3. Vorbeugung ansteckender Krankheiten

Gemeinschaftseinrichtungen sind nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, über allgemeine

Möglichkeiten zur Vorbeugung ansteckender Krankheiten aufzuklären.

Wir empfehlen Ihnen daher unter anderem darauf zu achten, dass Ihr Kind allgemeine Hygieneregeln einhält. Dazu zählt vor allem das regelmäßige Händewaschen vor dem Essen,

nach dem Toilettenbesuch oder nach Aktivitäten im Freien.

Ebenso wichtig ist ein vollständiger Impfschutz bei Ihrem Kind. Impfungen stehen teilweise auch

für solche Krankheiten zur Verfügung, die durch Krankheitserreger in der Atemluft verursacht

werden und somit durch allgemeine Hygiene nicht verhindert werden können (z.B. Masern,Mumps und Windpocken). Weitere Informationen zu Impfungen finden Sie unter: www.impfen-

info.de.

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre/n Haus- oder Kinderarzt/-ärztin

oder an Ihr Gesundheitsamt. Auch wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

 

 

Tabelle1: Besuchsverbot von Gemeinschaftseinrichtungen und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Verdacht

auf oder Erkrankung an folgenden Krankheiten

• ansteckende Borkenflechte (Impetigo contagiosa)

• ansteckungsfähige Lungentuberkulose

• bakterieller Ruhr (Shigellose)

• Cholera

• Darmentzündung (Enteritis), die durch EHEC verursacht wird

• Diphtherie

• durch Hepatitisviren A oder E verursachte Gelbsucht/Leberentzündung (Hepatitis A oder E)

• Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien

• infektiöser, das heißt von Viren oder Bakterien verursachter, Durchfall und /oder Erbrechen (gilt nur

für Kindern unter 6 Jahren)

• Keuchhusten (Pertussis)

• Kinderlähmung (Poliomyelitis)

• Kopflausbefall (wenn die korrekte Behandlung noch nicht begonnen wurde)

• Krätze (Skabies)

• Masern

• Meningokokken-Infektionen

• Mumps

• Pest

• Scharlach oder andere Infektionen mit dem Bakterium Streptococcus pyogenes

• Typhus oder Paratyphus

• Windpocken (Varizellen)

• virusbedingtes hämorrhagisches Fieber (z.B. Ebola)

 

 

Tabelle 2: Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und

Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Ausscheidung folgender Krankheitserreger

• Cholera-Bakterien

• Diphtherie-Bakterien

• EHEC-Bakterien

• Typhus- oder Paratyphus-Bakterien

• Shigellenruhr-Bakterien

 

 

Tabelle 3: Besuchsverbot und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Verdacht auf oder Erkrankung an folgenden

Krankheiten bei einer anderen Person in der Wohngemeinschaft

• ansteckungsfähige Lungentuberkulose

• bakterielle Ruhr (Shigellose)

• Cholera

• Darmentzündung (Enteritis), die durch EHEC verursacht wird

• Diphtherie

• durch Hepatitisviren A oder E verursachte Gelbsucht/Leberentzündung (Hepatitis A oder E)

• Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien

• Kinderlähmung (Poliomyelitis)

• Masern

• Meningokokken-Infektionen

• Mumps

• Pest

• Typhus oder Paratyphus

• virusbedingtes hämorrhagisches Fieber (z.B. Ebola)